Ringelröteln

Ringelröteln werden durch ein Virus (Parvovirus B19) verursacht.

Welche Folgen kann eine Infektion in der Schwangerschaft haben?
Bei einer Parvovirus B19-Infektion in der Schwangerschaft, insbesondere zwischen der 9. und 20. SSW, besteht ein erhöhtes Risiko für fetale Komplikationen (ausgeprägte Blutarmut und Wassersucht). Diese können ohne die therapeutische aßnahme eines Blutaustausches bei Fötus zu dessen Absterben (meist zwischen der 14. und 28. SSW) führen. Wichtig zu wissen ist, dass die Ringelröteln im Erwachsenenalter in mehr als 60 Prozent ohne charakteristische Symptome verlaufen und daher auch in der Schwangerschaft nur durch Blutuntersuchung (Nachweis von IgG- und IgM-Antikörpern für Parvovirus B19) erkannt werden können.

Wer ist für eine Infektion gefährdet?
Frauen, die Ringelröteln bereits früher durchgemacht haben ( ca. 60 Prozent) sind vor einer Erkrankung in der Schwangerschaft geschützt. Ringelröteln werden ebenso wie Windpocken durch Tröpfcheninfektion übertragen.
    
Wie kann man vorbeugen?
Da das Ansteckungsrisiko vor Beginn des Hautausschlages (Exanthems) am höchsten ist und, wie oben erwähnt, charakteristische Symptome im Erwachsenenalter häufig gar nicht auftreten, kann man sich vor einem Kontakt und einer Infektion meist nicht erfolgreich schützen.

IgGeL (Kassenleistung nur bei begründetem Verdacht auf eine akute Infektion):
Der Immunstatus für Parvovirus B19 (Nachweis von IgG-Antikörpern, in der Schwangerschaft auch von IgM-Antikörpern gegen Parvovirus B19 im Blut) sollte möglichst schon vor oder früh in der Schwangerschaft bestimmt werden.