Nach der OP

Nach der Operation
Sobald Sie aufgewacht sind, werden Sie in den Aufwachraum gebracht. Hier wird noch einige Zeit Ihr Blutdruck und Ihr Herzrhythmus kontrolliert, bevor Sie nach 1-2 Stunden wieder auf Station dürfen.
Ihre Angehörigen können gerne am Nachmittag auf Station anrufen und sich nach Ihnen erkundigen oder zum ersten Besuch vorbeikommen.
Ab wann Sie wieder trinken und essen dürfen wird Ihnen das Pflegeteam auf Station mitteilen, meist vier bis sechs Stunden nach der OP.

Entfernung der Drainage
Je nach Größe der durchgeführten Operation wurde Ihnen ein Schlauch in die Wunde eingelegt, um der Wunde Wundwasser zu entziehen (Drainage). Dieser wird in der Regel 3-5 Tage nach der Operation entfernt.

Fäden ziehenMeist 9-11 Tage nach der Operation werden die Fäden der Hautnaht gezogen. Damit die Narbe nicht zu fest wird, sollten Sie sie nach abgeschlossener Wundheilung regelmäßig eincremen, z.B. mit Ihrer normalen Hautlotion.

Beweglichkeit
Nach Operationen an der Brust spannt die Haut meist sehr und Bewegungen der Schulter schmerzen. Es ist aber trotzdem wichtig, dass Sie Schulter und Arm bewegen, damit die sich bildende Narbe elastisch bleibt und Sie in Zukunft den Arm ohne Probleme bewegen können.

Physiotherapie
Schon in der Klinik wird eine Krankengymnastin erste Übungen mit Ihnen durchführen. Bei Entlassung erhalten Sie ein Rezept für Krankengymnastik und Lymphdrainage.

Vermeidung eines Lymphödems
Eine Nebenwirkung der Lymphknotenentfernung ist die Zerstörung eines Teils der Lymphabflusswege von Arm und Brust, hierdurch können sich Ödeme bilden. Daher wird man Sie auch darauf hinweisen, dass an der Körperhälfte, an der Sie operiert wurden, Ihr Arm nicht mehr gestaut werden sollte: d.h. hier sollte nicht mehr Blut mit einer breiten Staumanschette entnommen werden und auch kein Blutdruck gemessen werden. Außerdem werden Sie auch hier von unseren Physiotherapeuten unterstützt: sie werden Ihnen zeigen wie man den Arm am besten hält, damit kein Ödem entsteht und bereits bestehende Ödeme ausmassieren.

Sozialdienst
Schon in den ersten Tage nach der OP wird der soziale Dienst auf Sie zukommen, um mit Ihnen die Anschlussheilbehandlung (AHB) zu besprechen. Auf Wunsch erhalten Sie Unterstützung bei der Beantragung des Schwerbehindertenausweises oder einer Haushaltshilfe.

Psychologische Betreuung
In diesen Tagen werden Sie auch unseren Psychologen kennenlernen, der Ihnen während der ganzen Krankenhauszeit  für ein Gespräch zur Verfügung steht.

Komplettierung der Untersuchungen
Nach der Operation werden die Staginguntersuchungen komplettiert. Es erfolgt ein Ultraschall der Bauchorgane, um Lebermetastasen auszuschließen.

Weiterhin erfolgt eine Ganzkörperszintigraphie zum Ausschluss von Knochenmetastasen.

Histologische Ergebnisse
Die feingeweblichen Ergebnisse sind normalerweise innerhalb von 3-5 Tagen verfügbar. Sollten Sie in dieser Zeit noch in der Klinik sein, werden die Ergebnisse direkt mit Ihnen besprochen. Falls Sie schon zuhause sind, laden wir Sie zu einem Gespräch ein.

Nach dem Ergebnis der Histologie richtet sich auch die weitere Therapieempfehlung.

Entlassung
Je nach Verlauf der Wundheilung und Ergebnis der Untersuchung, dürfen Sie bereits wenige Tage nach dem Eingriff nach Hause.