Strahlentherapie

Strahlentherapie
Seit ca. 80 Jahren gehört die Strahlentherapie neben der Operation zur Standardbehandlung bei Brustkrebspatienten. Ziel der Behandlung ist es mit Hilfe von ironisierenden Strahlen verbliebene Tumorzellen oder kleinste Metastasen im Operationsgebiet zu zerstören. Die Strahlentherapie wirkt nur örtlich, d.h. ausschließlich im Bestrahlungsfeld selbst.

Nach einer brusterhaltenden Operationsmethode ist die Bestrahlung der operierten Brust unbedingt erforderlich!

Die Strahlenbehandlung beginnt, wenn die Operationswunde abgeheilt ist. Sie wird heute hauptsächlich unterstützende (adjuvant) eingesetzt. Die adjuvante Strahlentherapie soll das Risiko verringern, dass sich im unmittelbaren Bereich der operierten Brust eine neuer Knoten (Lokalrezidiv) bildet.

Für jede Patientin wird auf Basis ihrer Tumordaten eine individuelle Therapie (Strahlendosierung) von einem Medizinphysiker und Arzt errechnet. 

Nebenwirkungen der Strahlentherapie
Die Bestrahlung nimmt ca. sechs Wochen in Anspruch. Während dieser Zeit werden Sie Montag bis Freitag meist ambulant in einer Klinik oder bei einem niedergelassenen Arzt Ihrer Wahl bestrahlt.

Unerwünschte Nebenwirkungen hängen auch mit Ernährungsgewohnheiten (Alkohol, Rauchen) zusammen. Sprechen Sie darüber unbedingt mit Ihrem Arzt.

Darüber hinaus kann es zu Rötungen (Pigmentation) an den bestrahlten Hautarealen kommen. Die Haut ist mechanischen Reizen gegenüber empfindlicher, weshalb Frottieren, Bürsten, Kratzen, enge Kleidung etc. in dieser Zeit vermieden werden soll. Betroffene Patienten vergleichen das Gefühl mit einem Sonnenbrand. In der Regel wird ein Babypuder zur Pflege und Linderung der Nebenwirkungen empfohlen, den Sie mehrmals täglich auftragen können. Um die Einzeichnungen nicht zu gefährden, waschen Sie sich am besten nur mit lauwarmen Wasser ab und benutzen Sie eine pH-neutrale Waschlotion.

Alle Veränderungen der Haut werden sich nach der Strahlentherapie wieder zurückbilden.