Bildgebende Verfahren

Digitale Mammographie

Neben den herkömmlichen Röntgenaufnahmen der Brust gibt es die digitale Mammographie, bei der die Aufnahme über Computer auf dem Monitor angeschaut wird. Sie ist zwar nicht genauer als normale Mammographien, das Bild kann aber am Monitor ausschnittsweise vergrößert, digital nachbearbeitet und deshalb manchmal besser beurteilt werden. Diese Untersuchungsmethode ist keine Kassenleistung.

Ultraschall (Sonographie)

Als alleinige Methode zur Brustkrebsfrüherkennung ist die Ultraschalluntersuchung nicht treffsicher genug. Ergänzend zur Tastuntersuchung und Mammographie kann eine Ultraschalluntersuchung aber wertvolle Zusatzinformationen liefern. Manche Veränderugen in der Brust können besser mit der Mammographie, andere besser mit Ultraschall beurteilt werden. Mikrokalk wird im Ultraschall nicht erkannt. Besonders gut ist Ultraschall um Zysten und Knoten in der Brust zu unterscheiden - oft kann damit eindeutig festgestellt werden, falls es sich um eine Zyste handeln sollte. Dann kann auf eine Biopsie verzichtet werden. Mammographie und Ultraschall sind deshalb ideale Partner, weil das drüsenreiche Brustgewebe bei jüngeren Frauen recht gut mit Ultraschall beurteilt werden kann, während die Mammographie bessere Bilder bei älternen Frauen mit weniger dichtem Brustgewebe liefert.
Ultraschall zur Früherkennung ist keine Kassenleistung. Ergibt sich aber aus einer Mammographie ein Befund, der per Sonographie näher unterschucht werden sollte, so wird dies von der Kasse bezahlt.

Kernspin (Magnetresonanztomographie, MRT)

Diese Untersuchungsmethode beruht auf der Wirkung eines Magnetfeldes, es entsteht jedoch keine Röntgenstrahlung. Kernspinuntersuchungen werden nicht routinemäßig zur Früherkernnung von Brustkrebs eingesetzt. Eine Ausnahme sind Frauen mit einem erblich stark erhöhten Krebsrisiko. Denn bei diesen Frauen beginnt das Früherkennungsprogramm oft schon im Alter von 25 oder 30 Jahren. In diesem jungen Alter ist die Mammographie noch nicht sehr aussagekräftig. Außerdem soll gerade diesen Patientinnen mit erhöhtem Krebsrisiko jede unnötige Strahlenbelastung erspart werden.

Thermographie (Wärmebild)

Bei dieser Methode wird die Wärmeabstrahlung der Brust gemessen. Der Gedanke dahinter: Karzinome sind stärker durchblutet und strahlen deshalb mehr Wärme ab.
Allerdings können auch gutartige Brustveränderungen das Wärmebild beeinflussen.
Diese Methode gilt deshalb als nicht zuverlässig und wird von den Krankenkassen nicht bezahlt.

Galaktographie (Röntgenuntersuchung der Milchgänge)

Wenn eine Brustwarze Flüssigkeit absondert, besteht die Möglichkeit Kontrastmittel in die Milchgänge einzuspritzen, um diese anschließend zu röntgen. Diese Untersuchung nimmt der Arzt dann vor, wenn die normale Mammographie und die Ultraschalluntersuchung keinen eindeutigen Befund ergeben haben. So können auch kleinste Veränderungen in den Gängen nachgewiesen werden. Eine Unterscheidung von gutartig und bösartig ist aber oft nicht möglich. Die Galaktographie gibt jedoch genaue Hinweise, an welcher Stelle die Veränderungen sitzen. So kann gezielt eine Gewebeprobe entnommen werden.