Biopsie

Oft gibt trotz Mammografie, Ultraschall oder Kernspin erst eine Gewebeprobe (Biopsie) endgültige Klarheit, ob eine Veränderung in der Brust gut- oder bösartig ist.
Dieser minimalinvasive Eingriff hat den Vorteil, dass er viele Frauen vor einer unnötigen Operation bewahrt und andererseits den Frauen, bei denen Brustkrebs diagnostiziert wird, die Möglichkeit gibt, sich auf die weiteren therapeutischen Schritte vorzubereiten.

(Quelle: Hahn, up2date, 2/2008)

Es gibt drei verschiedene Biopsiemethoden: die Feinnadel-, die Stanz- und die Vakuumbiopsie. Alle Eingriffsmethoden sind einfach und belasten die betroffene Frau wenig, weshalb kein Krankenhausaufenthalt nötig ist. Das entnommene Gewebe wird von einem Arzt untersucht und begutachtet (Histologie/Zytologie). Die offenen Biopsie wird nur in Außnahmefällen durchgeführt.

Die Biopsie ist eine ungefährliche Untersuchungsmethode. Die Angst, dass bei einer Gewebeentnahme Tumorzellen „verschleppt“ werden, ist im Wesentlichen unbegründet.

  • Feinnadelpunktion (FNA)
    Bei der Feinnadelpunktion wird eine sehr feine Nadel mehrfach in die Brust eingestochen, und es werden mit einer Spritze Zellen herausgesaugt.
    Diese Methode wird besonders zur Untersuchung von Zysten angewandt, denn dabei kann gleichzeitig die Flüssigkeit abgesaugt und der Knoten beseitigt werden.

  • Stanzbiopsie (Hochgeschwindigkeitsstanze)
    Die Stanzbiopsie ist heute die Standardmethode für eine Gewebeentnahme. Mit der etwa 2,5 Millimeter dicken Hohlnadel, die mit einem Stanzgerät nach örtlicher Betäubung mit hoher Geschwindigkeit in die Brust "geschossen" wird, kann (z. B. zur Abklärung von Mikrokalk) relativ viel Gewebe entnommen werden. Wenn es Krebs ist, können vor einer Operation wertvolle Informationen über die Art, Größe und das Wachstumsverhalten des Karzinoms gewonnen werden. So kann die Operation genauer geplant und frühzeitig ein Gesamtkonzept für die Behandlung überlegt werden.

  • Vakuumbiopsie
    Mit dieser Methode können noch größere Gewebeproben als mit der herkömmlichen Stanzbiopsie entnommen werden. Dabei wird Gewebe seitlich in eine 4 bis 5 Millimeter dicke Hohlnadel gesaugt und mit einem kleinen rotierenden Messer abgetrennt. Je mehr Gewebe entnommen wird, desto belastender ist der Eingriff, aber desto sicherer ist auch die Diagnose.