Hepatitis B

Ebenfalls wichtig für Jugendliche ist der Impfschutz gegen Hepatitis B.
Die Hepatitis B ist eine virusbedingte Leberentzündung. Sie wird durch Geschlechtsverkehr und Blutkontakt, aber wahrscheinlich auch durch andere Wege übertragen, da in Kindergärten und Schulen ein hohes Ansteckungsrisiko besteht.
Impfschutz besteht nach dreimaliger Impfung, mit je einer Dosis im Abstand von 4 Wochen und dann nach 6 Monaten; empfohlen ab dem 15. Lebensjahr.

Erreger: Hepatitis B-Virus

Übertragung:

Über Blut und Körperflüssigkeiten.  Kleinste Speichelmengen (beim Küssen, beim gemeinsamen Gebrauch der Zahnbürste), Sperma und weibliche Genital-Sekrete sind Überträger-Stoffe. Die Hepatitis B wird bei Jugendlichen und Erwachsenen hauptsächlich durch Sexualkontakte weitergegeben.

Inkubationszeit: Zwei bis sechs Monate

Symptome:

Nur jeder zweite Krankheitsverlauf zeigt folgende Symptome:
Anfangs grippeähnliche Symptome, später Oberbauchbeschwerden, Dunkelfärbung des Urins, Entfärbung des Stuhls, Gelbfärbung der Haut, Lebervergrößerung, begleitet von Unwohlsein, Abgeschlagenheit, Müdigkeit.

Komplikation:
Chronischer Verlauf, der zu Leberschrumpfung (Leberzirrhose) oder zu Leberkrebs führen kann.
Bei Kleinkindern verlaufen 30 Prozent und bei Neugeborenen sogar 90 Prozent der Erkrankungen chronisch; bei Jugendlichen und Erwachsenen kommt es etwa bei 10 Prozent zu chronischen Verläufen.

Schutz vor der Erkrankung:
Der Erreger ist hoch ansteckend. Da es keine sicher zur Heilung führende Behandlung gibt, bleibt die Impfung die einzige Möglichkeit, wirksam vor einer Erkrankung zu schützen.

  • Grundimmunisierung:                                                                                 Für Kinder ab zwei Monaten und bei Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren. Zwei Injektionen im Abstand von mindestens vier Wochen und eine nach mindestens fünf Monaten.
  • Auffrischimpfung: Nur für Risikogruppen vorgesehen.

Wer sollte geimpft werden?

  • Die Impfung gegen Hepatitis B ist besonders wichtig für Jugendliche, da das Bakterium auch durch Geschlechtsverkehr übertragen wird.
  • Berufstätige im Gesundheitswesen (Berufskrankheit Nr. 1 durch Kanülen-Stichverletzungen)
  • Dialyse-Patienten (generell: Menschen mit häufigen Blutübertragungen)
  • Patienten, denen ausgedehnte chirurgische Eingriffe bevorstehen (z.B. Operationen mit Herz-Lungen-Maschine)
  • Personen mit häufig wechselnden Intimpartnern, z.B. homosexuell aktive Männer, Drogenabhängige

Impfreaktionen:
Leichtes Fieber, Müdigkeit, Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Übelkeit, grippeähnliche Symptome.

Schutzrate:
Über 95 Prozent.

Schutzdauer: Nach der dritten Impfung mindestens zehn Jahre, wahrscheinlich deutlich länger.