Röteln

Junge Frauen, vor allem diejenigen mit Kinderwunsch, sollten prüfen, ob ein ausreichender Impfschutz gegen Röteln besteht.

Die Rötelninfektion ist eine Viruserkrankung, die mild verläuft mit kleinfleckigem, manchmal auch juckendem Ausschlag, Gelenkschmerzen, geringem oder keinem Fieber und Lymphknotenschwellung.

Das Hauptproblem stellt die Rötelnerkrankung in der Schwangerschaft dar. Hier kann die Infektion zur Fehl- oder Frühgeburt führen, weiterhin sind Fehlbildungen des Feten möglich, wie z. B. Taubheit, Linsentrübung des Auges, Herzfehler oder Hirnschädigung.

Deshalb sollten junge Frauen ihren Rötelnschutz durch eine Blutentnahme mit Antikörperbestimmung prüfen lassen und sich dann gegebenenfalls durch eine Rötelnimpfung unter sicherer Verhütung (2 Monate vor und 3 Monate nach der Impfung) Immunschutz holen.
    
Erreger: Röteln-Virus

Übertragung: Tröpfcheninfektion

Inkubationszeit: 14 bis 23 Tage

Symptome:
Meist nur leichter Krankheitsverlauf mit Schwellungen der Lymphknoten und Hautausschlag. Häufig keine Symptome trotz Infektion.

Impfschutz:
Grundimmunisierung: 1. Impfung: Zwischen dem vollendeten 11. bis 14. Lebensmonat in Kombination mit Masern und Mumps.
Auffrischimpfung: 2. Impfung:
Kann bereits 4 Wochen nach der 1. MMR-Impfung erfolgen.

Impfreaktionen:

Gelenkentzündungen; sehr selten Krampfanfälle, neurologische Komplikationen. Selten örtliche Reaktionen.

Schutzrate: Ca. 95 Prozent.

Schutzdauer:
Nach erfolgter Grundimmunisierung Jahrzehnte.