Feigwarzen

Was ist das?
Feigwarzen (Condylomata accuminata) werden durch Humane Papillomviren (HPV) verursacht.

Wie sind die Symptome?
Sie treten als schmerzlose, sehr unterschiedlich aussehende, meist warzenartige Gebilde am Glied, an oder in der Scheide, am oder im Darmausgang auf. Es gibt viele verschiedene Typen von Papillomviren. Nicht alle werden sexuell übertragen oder verursachen Warzen.

Wie häufig kommt diese Krankheit vor?
Rund zehn Prozent aller Menschen in Deutschland sind mit sexuell übertragbaren HPV infiziert. Sicht­bare Feigwarzen entwickeln sich jedoch nur bei einem Prozent der Betroffenen. Wer sexuell sehr aktiv ist, hat ein höheres Risiko, sich anzustecken. So ist etwa jede fünfte Frau im sexuell aktiven Alter mit genitalen Papillomviren infiziert, davon etwa jede dritte mit Papillomvirus-Typen, von denen high-risk Subtypen Gebärmutterhalskrebs (Collumkarzinom) verursachen können.

Was sind die Folgen?

Einige Arten befallen die Schleimhäute im Genital­bereich und können, auch ohne sich vorher durch Warzen bemerkbar zu machen, nach länger dauern­der Infektion Krebs auslösen. Gebärmutterhalskrebs bei Frauen, sowie vermutlich Scheiden-, Penis­- und Analkarzinome sind Folge solcher Infektionen.
Die jährliche Krebsvorsorge ist deshalb für Frauen besonders wichtig. Auch Männer sollten sich regelmäßig unter­suchen lassen.
Wachsen Feigwarzen unkontrolliert, zum Beispiel wenn die Körperabwehr durch eine andere Erkrankung geschwächt ist, verursachen sie Probleme. Im Enddarm können sie beim Stuhlgang schmerzen. Große Warzen im Geburtskanal können den Geburtsverlauf beeinträchtigen.
    
Wie steckt man sich an?
Jeder ungeschützte Vaginal-, Oral- und Analsex ist ein Infektionsrisiko. Die Viren gelangen z. B. über winzige Hautpartikel aus den Warzen auf ver­letzte Haut oder Schleimhaut des Partners. Sitzen Feigwarzen beispielsweise in der Harnröhre, ist eine Übertragung durch Sperma möglich.

Wie wird behandelt?
Feigwarzen können chemisch behandelt oder operativ entfernt werden. Heute werden oft auch Medikamente verwendet, die auf die Haut aufge­bracht werden und die Zellen des Immunsystems beeinflussen. Auch nach einer Entfernung der Warzen bleiben die Viren in der Haut und können neue Warzen bilden. Die Behandlung erfordert deshalb oft viel Geduld.