Hepatitis C

Was ist das?
Hepatitis C ist eine ebenfalls weltweit verbreitete, übertragbare Entzündung der Leber. In Deutschland leben etwa eine halbe Million Menschen mit einer chronischen Hepatitis C.

Wie sind die Symptome?
Die akute Infektion wird nur selten bemerkt: Weil die Symptome denen einer leichten Grippe ähneln, bringen die Betroffenen sie oft nicht mit einer Hepatitis-C-Infektion in Verbindung. Wenn Beschwerden auftreten, zeigen sie sich zwei Wochen bis sechs Monate nach der Ansteckung, danach verläuft die Erkrankung oft über Jahre unbemerkt weiter.

Was sind die Folgen?
Die Hepatitis C nimmt in 50 bis 80 Prozent der Fälle einen chronischen Verlauf. Auch dann sind die Symptome, zum Beispiel Müdigkeit und Leistungs­abfall, eher allgemeiner Natur. Die Infektion kann jedoch trotzdem weitergegeben werden. Im Laufe vieler Jahre entwickelt sich möglicherweise aus der andauernden Leberentzündung eine Leberzirrhose oder Leberkrebs.

Außerdem ist in seltenen Fällen eine Übertragung von Hepatitis C während Schwangerschaft und Geburt von der Mutter auf das Kind möglich.
    
Wie steckt man sich an?
Hepatitis-C-Viren befinden sich vor allem im Blut, so dass das Risiko einer Übertragung besonders hoch ist, wenn infiziertes Blut auf verletzte Haut und Schleimhaut oder direkt in die Blutbahn gerät. Daher sind Drogengebraucher, die ihr Spritzbesteck mit anderen teilen, besonders gefährdet. Eine Übertragung bei unsachgemäß durchgeführtem Piercing und Tätowierungen ist möglich. Eine Ansteckung bei Bluttransfusionen oder durch Blutprodukte ist heute dank guter Testverfahren fast ausgeschlossen. Hepatitis C kann, wenn auch selten, bei unge­schütztem Vaginal- und Analsex übertragen werden.

Wie lässt sich diese Krankheit vermeiden?
Leider gibt es noch keine Impfung gegen Hepatitis C. Beim Sex schützen Kondome. Drogenbenutzer sollten ihr Spritzbesteck nicht mit anderen teilen.

Wie wird behandelt?
Der sonst häufig chronische Verlauf lässt sich oft verhindern, wenn die akute Infektion frühzeitig entdeckt und behandelt wird.

Gegen chronische Infektionen verordnet der Arzt virushemmende Medikamente und speziell Interferon. Die Behandlung hat häufig starke Neben­wirkungen und ist nur bei einem Teil der Patienten erfolgreich.