HIV und Aids

Was ist das?
Aids ist eine schwere, durch das HI-Virus verursachte Schwächung des körpereigenen Abwehrsystems. Besonders gefährdet sind Drogenabhängige und immunschwache Menschen.

Wie sind die Symptome?

Nach einer Ansteckung mit HIV sind die meisten Menschen jahrelang ohne Beschwerden. Trotzdem wird der Körper bei fortschreitender Infektion wehrlos gegen viele Krankheitserreger, die ein gesunder Mensch ohne Probleme bekämpfen kann. Trotz der großen Erfolge bei der medikamentösen Therapie ist eine Heilung der Erkrankung nicht möglich und ein Impfstoff nicht verfügbar. Heute kann der Krankheitsverlauf durch wirksame Medikamente zwar stark verlangsamt, das Virus jedoch nicht aus dem Körper entfernt werden. Deshalb können auch HIV-Infizierte, bei denen im Blut keine Viren mehr nachweisbar sind, andere anstecken!

Wie häufig kommt diese Krankheit vor?
In Deutschland leben derzeit etwa 40.000 Menschen mit HIV, die meisten im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Jährlich kommt es bei uns zu etwa 2.000 Neuinfektionen. In sehr vielen Ländern sind HIV-Infektionen deutlich häufiger als in Deutschland; auch in beliebten Urlaubsregionen in nah und fern.

Was sind die Folgen?
Mit den heutigen "Kombinationstherapien" lässt sich die Aids-Erkrankung, die früher oft rasch zum Tode führte, besser beherrschen. Viele HIV-Patienten können durch die starken Medikamente, die lebens­lang eingenommen werden müssen, ihre Lebensqualität deutlich verbessern. Es ist jedoch indi­viduell sehr unterschiedlich, wie stark und wie lange die Virusvermehrung beim Einzelnen unterdrückt wer­den kann. Ein Problem sind die unerwünschten Wirkungen der Arzneien, wie z. B. Hautausschläge, Störungen des Fettstoffwechsels oder Diabetes; diese Krankheiten müssen gesondert behandelt werden.
    
Wie steckt man sich an?
HI-Viren werden durch Blut, Samen- und Scheiden­flüssigkeit übertragen. Wenn diese stark virushaltigen Körperflüssigkeiten in die Blutbahn oder auf Schleimhäute, zum Beispiel die Vaginal- oder Darm­schleimhaut eines anderen Menschen, gelangen, kann HIV weitergegeben werden.

Der Haupt-Ansteckungsweg ist Sex ohne Kondom. Besonders riskant ist Analsex (Darmverkehr), sehr riskant ist Vaginalsex (Scheidenverkehr). Übertragungen sind auch möglich beim Oralsex (Mundverkehr), vor allem, wenn Samenflüssigkeit in den Mund gelangt. Häufig wird HIV auch über die gemeinsame Nutzung von Spritzen bei Drogengebrauchern übertragen. Eine infizierte Frau kann ihr Kind während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder beim Stillen anstecken. Wird die Schwangere mit virushemmen­den Medikamenten behandelt, kann diese Art der Übertragung fast immer verhindert werden.

Produkte aus Blut sind heute aufgrund sorgfältiger Spenderauswahl, HIV-Tests und virusabtötender Produktionsverfahren sicher. Bei Bluttransfusionen bleibt ein äußerst geringes Restrisiko, denn in den ersten Wochen nach einer Infektion des Spenders sind HIV-Antikörper oder Virusbestandteile im Blut nicht sicher nachweisbar.

Das Risiko, sich mit HIV anzustecken, ist deutlich erhöht, wenn andere sexuell übertragbare Erkrankungen bestehen. Das HI-Virus kann nämlich leichter in bereits vorgeschädigte Haut eindringen, z. B. bei einer Schleimhautentzündung wie beim Tripper oder bei Chlamydien.

Wie lässt sich diese Infektion vermeiden?

Safer Sex  bietet wirksamen Schutz. Beim Oralsex sollten Sie keine Samenflüssigkeit in den Mund nehmen, also auch dann ein Kondom verwenden.

Für Frauen empfiehlt sich ein Lecktuch , das auf die Scheide gelegt wird und dadurch die Aufnahme von Scheidenflüssigkeit verhindert. Besonders während der Menstruation auf einen ausreichenden Schutz achten!

Wichtig:
Auch wenn eine HIV-Infektion mit Medika­menten behandelt wird, bleibt der Infizierte ansteckend - sogar dann, wenn im Blut zeitweise keine Viren mehr nachweisbar sind. Und: Eine HIV-­Infektion kann man niemandem ansehen!