Krebsfrüherkennung

Gebärmutter und Eierstöcke
Die Zahl der an Gebärmutterhalskrebs Erkrankten ist seit Einführung der Früherkennungsuntersuchungen in Deutschland deutlich gesunken. Trotzdem erkranken in Deutschland immer noch etwa 26.000 Frauen pro Jahr an bösartigen Neubildungen der inneren Geschlechtsorgane. Neben dem Gebärmutterhalskrebs zählen dazu auch der Gebärmutterschleimhautkrebs und der Eierstockkrebs. Die Heilungschancen sind gut, wenn er rechtzeitig erkannt und behandelt wird.

  • Jede Frau hat ab dem 20. Lebensjahr Anspruch auf eine jährliche kostenlose Früherkennungsuntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs.
  • Darüber hinaus gibt es weitere Früherkennungsmaßnahmen im Rahmen der Wunschleistungen (IGEL).

Die Brust
Brustkrebs ist der bei Frauen am häufigsten vorkommende bösartige Tumor. Jährlich erkranken mehr als 57.000 Frauen neu daran; zunehmend sind auch jüngere Frauen betroffen. Die Heilungschancen sind gut, wenn der Krebs früh genug erkannt wird. Die vom Gesetzgeber kostenlos geschaffenen Früherkennungsuntersuchungen sind:

  • für Frauen ab dem 30. Lebensjahr die jährliche Tastuntersuchung der Brust.
  • für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre eine Mammographie im Rahmen des Mammographie-Screenings.
  • Darüberhinaus gibt es weitere Möglichkeiten, wie z.B. Ultraschall, die im Rahmen der individuellen Gesundheitsleitungen durchgeführt werden können.

Der Dickdarm
Der Dickdarmkrebs gehört zu den häufigsten bösartigen Erkrankunen von Frauen und Männern etwa 50.000 Menschen erkranken im Jahr daran. Wenn er rechtzeitig erkannt und behandelt wird, ist er in fast 90% der Fälle vollständig heilbar.

  • ab dem 50. Lebensjahr hat jede Frau die Möglichkeit der Untersuchung auf nicht sichtbares Blut im Stuhl.
  • ab dem 55. Lebensjahr hat jeder Anspruch auf eine Darmspiegelung.