Der Zyklus

Was ist der Menstruationszyklus?
Die meisten jungen Mädchen erleben ihre erste Regelblutung zwischen dem 12. und 14. Lebensjahr. Sie wird auch als Menstruation, Regel, Periode oder "die Tage" bezeichnet. Die meisten Frauen bekommen ihre Menstruation in regelmäßigen Abständen von etwa 28 Tagen, der Abstand kann aber auch kürzer oder länger sein. Oft tritt die Regelblutung in der ersten Zeit noch etwas unregelmäßig auf, das pendelt sich aber meist automatisch ein.

Was passiert während eines Zyklus?

Der Menstruationszyklus beginnt am ersten Tag der Blutung.  Im Gehirn werden Hormone ausgeschüttet, die die Heranreifung mehrerer Eier in den Eierstöcken stimuliert.

Die Eierstöcke (Ovarien) der Frau beherbergen zwischen 1 und 2 Millionen unreife Eizellen. Innerhalb der ersten 14 Tage reifen einige dieser Eizellen in ihren Eibläschen (Follikel) in den Eierstöcken heran. Die im Follikel gebildeten Hormone (Östrogene) sorgen dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut aufgebaut wird. Zum anderen löst das Östrogen nach abgeschlossener Follikelreifung ein Signal aus, das den Eisprung (Ovulation) herbeiführt.

Der Follikel bleibt im Eierstock zurück und bildet den für den weiteren Verlauf wichtigen Gelbkörper, welcher in der zweiten Zyklushälfte das Gelbkörperhormon (Progesteron) produziert.

Dieses sorgt in den nächsten 14 Tagen dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung eines befruchteten Eies vorbereitet wird und dass keine neue Eizelle heranreift.

Aufbau der Gebärmutterschleimhaut

Eireifung

Hormonausschüttung

Eisprung

Nach dem Eisprung wandern die Eizellen durch den Eileiter (Tube) in Richtung Gebärmutter. Innerhalb der nächsten 6-8 Stunden kann die Eizelle von einer Samenzelle befruchtet werden.

Kommt es in dieser Zeit zu keiner Befruchtung, löst sich die Eizelle nach ca. 24 Stunden auf. Die Gebärmutterschleimhaut, die eigentlich auf ein befruchtetes Ei vorbereitet war, wird später abgestoßen. Die Regelblutung setzt ein und das Ganze beginnt von vorne.