Kupferspirale Multiload

Multiload Cu 375/ Multiload Cu 250 short Multiload besteht aus einem biegsamen sterilen Kunststoff (Polyethylen). Der schmale Träger ist mit einer dünnen Kupferwicklung versehen. Das Kupfer hat eine Oberfläche von 375 mm'/ 250 mm'. An der abgerundeten Spitze des Trägers zweigen 2 flexible, nach unten geneigte Ärmchen ab. Die besondere Form der Ärmchen verhindert, dass Multiload in der Gebärmutter nach unten rutscht.
Am unteren Ende des Trägers befinden sich zwei Fäden, die zur Kontrolle und Entfernung dienen.

Wie wird wird die Kupferspirale eingelegt?
Nach einer Voruntersuchung wird Ihre Frauenärztin/Ihr Frauenarzt die Gebärmutter mit einem medizinischen Gerät, der Sonde, ausmessen. Danach wird sie/er, entsprechend der festgestellten Länge, das Multiload Cu 375 oder Multiload Cu 250 short in die Gebärmutter einlegen. Die Einlage sollte während der Menstruationsblutung erfolgen, da in dieser Zeit der Muttermund von sich aus leicht geöffnet ist und Multiload leichter gelegt werden kann.
Die am unteren Ende des Multiload befestigten Fäden sind am Muttermund für Ihre Frauenärztin/Ihren Frauenarzt sichtbar und dienen zur Kontrolle. Diese Kontrolle kann auch von Ihnen selbst durchgeführt werden. Des weiteren kann die korrekte Lage durch eine Ultraschalluntersuchung überprüft werden.

Ist der Faden zu spüren?
Weder Sie noch Ihr Partner werden die Spirale oder die Fäden beim Geschlechtsverkehr spüren! Tampons können ohne weiteres benutzt werden!

Wie wirkt sich das Tragen von Multiload auf die Empfängnisfähigkeit aus?
Wenn Sie sich ein Kind wünschen, lassen Sie Ihr Multiload durch die Frauenärztin/den Frauenarzt entfernen. Dies sollte während einer Menstruationsblutung erfolgen. Eine Schwangerschaft ist sofort nach Entfernung des Pessars möglich. Die Empfängnisfähigkeit leidet auch dann nicht, wenn Sie bereits über mehrere Jahre ein Multiload getragen haben.
Nachuntersuchungen
    
Wie wirkt die Kupferspirale?
Multiload wird von Ihrer Frauenärztin/Ihrem Frauenarzt in die Gebärmutter eingelegt. Der Schwangerschaftsschutz beginnt sofort nach der Einlage. Aus der Kupferwicklung werden regelmäßig kleinste Kupfermengen (im Mikrobereich) freigesetzt, die die schwangerschaftsverhütende Wirkung verstärken. Hierdurch wird die Befruchtungsfähigkeit der Samenzellen deutlich herabgesetzt. Die winzigen Kupfermengen sind für den Körper unschädlich. Sie beeinflussen den Hormonhaushalt nicht.

Wie sicher ist diese Spirale?
Über den gesamten Zeitraum der Liegezeit bietet Multiload eine hohe Sicherheit. Von 1.000 Frauen, die 1 Jahr Multiload benutzen, werden 3 bis 7 Frauen - je nach Liegezeit der Spirale - schwanger. Die Sicherheit ist in den ersten Jahren am höchsten. Nach der empfohlenen Liegezeit sollte die Spirale durch eine neue ersetzt werden. Multiload läßt sich an den Kontrollfäden leicht aus der Gebärmutter herausziehen.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?
In vereinzelten Fällen können nach der Einlage Gebärmutterkrämpfe auftreten, die im allgemeinen nur kurze Zeit anhalten, und es kann während oder nach Einlage oder Ziehen von Multiload zu einer Ohnmacht (Synkope), Verlangsamung der Herztätigkeit (Bradykardie) oder anderen nervös-gefäßbedingten Ereignissen kommen. Unregelmäßige Blutungen, meist in Form von Schmierblutungen, eine Verlängerung der Menstruationsdauer und eine vermehrte Blutung sind nach der Einlage eines intrauterin-Pessars nicht ungewöhnlich, besonders innerhalb der ersten 2 bis 3 Zyklen.
Die weiteren, im folgenden aufgeführten Nebenwirkungen sind selten berichtet worden: Rückenschmerzen, Schmerzen in den Beinen, Schmerzen beim Koitus, Infektionen des Urogenitaltraktes (z. B entzündliche Prozesse im kleinen Becken), starker Ausfluss aus der Scheide, Perforation von Gebärmutter oder Gebärmutterhals, erhöhtes Risiko eines Spontanaborts und einer fortgeleiteten Entzündung, Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter und urtikarlaähnliche allergische Hauterkrankungen.

Welche Kontrolluntersuchungen sind notwendig?
Intrauterin-Pessare können von der Gebärmutter ausgestoßen werden. Eine Ausstoßung wird jedoch meist sofort bemerkt, wenn zur Kontrolle die Länge des unteren Fadens getastet wird. Auch wird von Ihrer Frauenärztin/Ihrem Frauenarzt regelmäßig eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Falls per Ultraschall eine falsche Lage von Multiload entdeckt wird, sollte es durch ein Neues ersetzt werden. Da sich die flexiblen Seitenärmchen des Multiload der Gebärmutter genau anpassen, sind Ausstoßungen sehr selten. Bei Ausbleiben einer Regelblutung sollte die Frauenärztin/der Frauenarzt möglichst bald aufgesucht werden. Um zu überprüfen, ob Multiload richtig liegt, sollten regelmäßige Nachuntersuchungen stattfinden. Die erste Untersuchung sollte durch einen Ultraschall nach der ersten Regelblutung stattfinden. Darüber hinaus sollte in mindestens halbjährigen Abständen eine Kontrolluntersuchung durchgeführt werden.

Was passiert bei Versagen?
Ein Versagen der intrauterinen Empfängnisverhütung ist - wie auch bei anderen Methoden der Empfängnisverhütung - möglich. In diesen seltenen Fällen kommt es zur Schwangerschaft. Wird eine Fortführung der Schwangerschaft gewünscht, so sollte bis zur 12 Schwangerschaftswoche das Multiload entfernt werden. Danach ist, wenn das Multiload noch in der Gebärmutter liegt, diese Schwangerschaft besonders intensiv zu überwachen. Ein liegendes Multiload ist bei einer eingetretenen Schwangerschaft für sich allein kein Grund für einen Schwangerschaftsabbruch.