Kupferspirale

Die Kupferspirale oder auch das Intrauterinpessar (IUP) besteht aus einem kleinen Plastikkörper, der mit einem feinen Kupferdraht umwickelt ist und enthält keine Hormone.
Sie liegt in der Gebärmutter und verhindert so relativ sicher eine Schwangerschaft. Die Spirale gibt Kupferionen ab, die die Beweglichkeit der Spermien hemmen. Außerdem wird die Gebärmutterschleimhaut so verändert, dass sich eine eventuell befruchtete Eizelle nicht einnisten kann.

Das Einsetzen der Spirale
Das Einsetzen der Spirale erfolgt in den ersten Tagen der Periode, da die Gebärmutter in diesen Tagen etwas geöffnet ist.  Die Gebärmutteröffnung wird mit einer Sonde geweitet, so dass die Spirale in die Gebärmutter eingeführt werden kann. Danach wird der Sitz der Spirale mittels Ultraschall nochmals überprüft.
 
Vorteile
Dauerhafte (3 Jahre) und bequeme Verhütung ohne Eingriff in den Hormonhaushalt. Anwendung auch während der Stillzeit möglich.

Für wen ist die Spirale geeignet?
Diese Verhütungsmethode wird vorrangig bei Frauen eingesetzt, die bereits entbunden haben und langfristig verhüten möchten. Obwohl mittlerweile spezielle Kupferspiralen für junge Mädchen existieren, wird diese Verhütungsmethode bei ihnen jedoch meistens nicht angewandt, da das Risiko einer Infektion nicht ausgeschlossen werden kann.

Kontrolluntersuchungen
Der Sitz der Spirale wird anfangs nach sechs Wochen, später alle sechs Monate via Ultraschall überprüft. Ist am Sitz der Spirale nichts auszusetzen, so kann sie bis zu drei Jahren in der Gebärmutter bleiben (die Hormonspirale sogar bis zu fünf Jahre).

Nachteile und Risiken
Unter der Spirale kann sich die Regelblutung verstärken und verlängern.
Es besteht ein Risiko der aufsteigenden Infektion, die zu Entzündungen der Gebärmutter und evtl. der Eileiter führen kann.
Bei einer Entzündung sollten sie unbedingt zum Arzt gehen und diese behandeln lassen. Wird die Entzündung nicht behandelt, so kann diese chronisch werden und im schlimmsten Fall zu Sterilität führen.