Temperaturmethode

Die Temperaturmethode ist eine Methode der natürlichen Empfängnisverhütung, bei der anhand der Körpertemperatur die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage innerhalb eines Menstruationszyklus bestimmt werden.

Das Risiko einer Befruchtung ist zur Zeit des Eisprungs am höchsten. Den genauen Zeitpunkt des Eisprungs können Sie über Ihre Körpertemperatur ermitteln, da an diesem Tag die Temperatur bis zu einem halben Grad ansteigt. Wenn Sie vermeiden wollen, dass Sie schwanger werden, sollten Sie in diesem Zeitraum ungeschützten Geschlechtsverkehr vermeiden.

Die Temperaturmethode gehört zu den weniger sicheren Verhütungsmethoden.
    
Wie wird die Methode angewandt?

Jeden Morgen wird gleich nach dem Aufwachen und noch vor dem Aufstehen - nach einem durchgehenden Schlaf von mindestens fünf Stunden - die sogenannte Basaltemperatur (=oral oder rektal gemessene Körpertemperatur) gemessen. Es ist wichtig, dass die Temperatur korrekt und jeden Morgen mit dem gleichen Thermometer gemessen wird. Sie muss jeden Tag immer zur gleichen Zeit gemessen werden.

Die Temperatur wird nun Tag für Tag aufgeschrieben oder in ein Temperaturdiagramm eingetragen. Ist die Temperatur gestiegen und bleibt auf diesem höheren Niveau, ist der Eisprung erfolgt.

Die leichteste Methode, die Temperaturkurve zu beurteilen, geschieht nach der sogenannten "3 über 6 Regel". Sobald an drei aufeinanderfolgenden Tagen die gleiche Temperatur gemessen wird, die über dem Durchschnitt der 6 vorangegangenen Tagestemperaturen liegt, kann man davon ausgehen, dass der Eisprung stattgefunden hat. Ab dem dritten Tag nach dem Eisprung nimmt man an, dass das Ei nicht mehr befruchtungsfähig ist.