Blasenschwäche

Harnblase und Beckenboden
Die Schleimhäute der Blase und Harnwege werden durch den Östrogenmangel ebenfalls schlechter durchblutet. Die Beckenbodenmuskulatur erschlafft altersbedingt. Gebärmutter und Blase können sich senken.

Dies kann dazu führen, dass zum Beispiel beim Lachen, Husten oder Heben schwerer Gegenstände ungewollt Harn abgeht. Die Häufigkeit, auf die Toilette zu müssen, nimmt zu und die Neigung zu Harnwegsinfekten steigt.

Was kann man tun bei Blasenschwäche?

  • Wenn Sie merken, dass sich Ihre Harnausscheidung verändert, sollten Sie zur Untersuchung kommen und abklären lassen, was die Ursache ist.  
  • Bei schwacher Beckenbodenmuskulatur wirkt spezielle Gymnastik unterstützend.
  • Hormonhaltige Vaginalcreme oder Vaginalzäpfchen können sehr viele Beschwerden mindern oder sogar beheben.
  • Darüber hinaus gibt es noch eine ganze Reihe von Therapiemöglichkeiten bis hin zu einer Operation.

Was kann man tun bei einer Neigung zu Harnwegs- und Genitalinfektionen?

  • Viel trinken (mindestens 2 Liter/Tag)
  • Keine zu engen Kleidungsstücke tragen, keine Kunstfasern am Körper und keine Slipeinlagen mit Kunststoff.
  • Vor und nach dem Geschlechtsverkehr viel trinken, damit Sie hinterher die Blase entleeren können. So werden Keime, die möglicherweise eingedrungen sind, wieder ausgespült.
  • Zur Stärkung der Immunabwehr können pflanzliche Immunstimulanzien aus der Apotheke hilfreich sein.
  • Keine übertriebene Genitalhygiene. Dies kann zur Zerstörung des physiologischen Säure-Schutzmantels und Austrocknen der Haut führen.
  • Tägliches Rückfetten der äußeren Genitale und des Afters, am Besten mit Melkfett (ohne Zusätze).
  • Wenn die Beschwerden nicht spätestens nach 3 Tagen verschwunden sind, sollte ein Medikament (z.B. ein Antibiotikum) eingesetzt werden.