Herz-Kreislauf

Die Schutzfunktion von Östrogen
Östrogene üben eine Schutzfunktion für Herz und Kreislauf aus. Sie besteht darin, dass die Hormone Ablagerungen in den Arterien, eine Verengung der Gefäße und damit eine Arteriosklerose weitgehend verhindern.

Dies geschieht dadurch, dass Östrogene die Konzentration des "guten" HDL-Cholesterins im Blut erhöhen und den Abtransport des "bösen" LDL-Cholesterins verstärken.

Je weiter der Östrogenspiegel während der Wechseljahre absinkt, um so schwächer wird der Einfluss des "guten" HDL-Cholesterins. Dadurch erhöht sich das Risko für die Ausbildung einer Arteriosklerose. Bis zu den Wechseljahren ist eine Frau folglich relativ gut vor Herzinfarkt und Schlaganfall geschützt. Danach nähert sich das Risiko über Jahre dem des Mannes an.
    
Andere Faktoren, die Arteriosklerose fördern

Fehlendes Östrogen ist jedoch nicht der einzige Risikofaktor. Viel bedeutender sind z.B. Übergewicht, mangelnde Bewegung, Rauchen, Stress, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes.

Was kann man tun?

Eine gesunde Ernährung, Normalgewicht, oder Reduktion von Übergwicht, viel Bewegung und eine gesunde Lebensführung reichen sehr häufig schon aus.

Bei Grunderkrankungen wie z.B. Bluthochdruck oder Diabetes ist deren Einstellung durch den Arzt wichtigste Voraussetzung.

Eine frühzeitige niedrigdosierte Hormonzusatztherapie hat ebenfalls positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem und bei Knochenschwund.