Hitzewallungen und Psyche

Hitzewallungen
Das erste Anzeichen für den Beginn der Wechseljahre ist meist die "fliegende Hitze": ein plötzlich auftretendes Hitzegefühl, oft zusammen mit Hautrötungen und Schweißausbrüchen. Sie sind die häufigsten Beschwerden in den Wechseljahren. Bei vielen Frauen dauern die Hitzewallungen nur wenige Sekunden, andere leiden mehrere Minuten darunter, gefolgt von starken Schweißausbrüchen.
Hitzewallungen sind harmlose Erscheinungen. Sie können aber zu einer erheblichen Belastung werden und in der Nacht zu Schlafstörungen führen.

Schlafstörungen
Ebenfalls häufiger beschrieben werden Schlafstörungen. Das können sowohl Einschlaf-, als auch Durchschlafstörungen sein.

Stimmungsschwankungen
Bei einigen Frauen kommt es in den Wechseljahren auch zu psychischen Veränderungen. Ängstlichkeit, Gereiztheit, Depressionen, "ein Gefühl, dass einem die Decke auf den Kopf fällt" können vorübergehend auftreten oder auch längere Zeit anhalten.
Hinzu kommt, dass sich bei vielen Frauen gleichzeitig zum Klimakterium auch persönliche Lebensumstände ändern. Die Kinder werden erwachsen, die beruflichen Ziele ändern sich. Es ist eine Zeit der Neuausrichtung, sowohl körperlich, als auch seelisch.
    
Was kann man selbst tun?

  • Bei Hitzewallungen Kleidung anpassen
    Lieber zwei bis drei dünne Kleidungsstücke übereinander tragen (am Besten aus atmungsaktiven Naturfasern), damit man sie jederzeit ausziehen kann.
  • Bewusst ernähren
    Leicht verdauliche Speisen, wie Obst, Salate und Gemüse bevorzugen. Stark gewürzte Speisen meiden.
  • Viel trinken, Genußmittel meiden
    Reichlich Wasser und verdünnte Fruchtsäfte. Vorsicht! Nach dem Genuss von Alkohol, Kaffee und Tee treten Schweißausbrüche häufiger auf.  Meiden Sie deshalb diese Getränke.
  • Gewicht normalisieren                                                                   
    Versuchen Sie, Normalgewicht zu erreichen oder zu halten. Der Energiebedarf reduziert sich im Alter.
  • Viel Bewegung                                                                                      
    Halten Sie sich körperlich fit. Bewegung im Freien und in Gesellschaft hebt zusätzlich die Stimmung.
  • Entspannung                                                                                     
    Nehmen Sie Auszeiten zum Entspannen. Lernen Sie Entspannungsübungen.

Präparate bei stärkeren Beschwerden:

  • Phytohormone                                                                                        
    Den in Soja, Traubensilberkerzen und Rotklee enthaltenen pflanzlichen Hormonen wird eine lindernde Wirkung bei Hitzewallungen nachgesagt. Johanniskraut wirkt entspannend und stimmungsaufhellend.
  • Hormonersatztherapie                                                                              
    Bei stark ausgesprägten Beschwerden ist eine niedrig dosierte Hormonersatztherapie die wirksamste Therapiemöglichkeit. Bitte sprechen Sie uns an.
  • Aromatherapie

    Über weitergehende Therapiemöglichkeiten sprechen Sie uns gerne an!