Diagnose und Therapie

Wie wird die Osteoporose diagnostiziert?

Allgemeine Untersuchungen:

  • Anamnese                                                                                      
    Zunächst wird Ihr Arzt Sie über frühere Erkrankungen und familiäre Belastungen befragen, um Risikofaktoren abschätzen zu können.
  • Körperliche Untersuchung
    Es folgt die körperliche Untersuchung, wobei Verlust der Körpergröße (aktuelle Körpergröße ist mindestens 4 cm unter der im Pass vermerkten Größe), Rundrücken, das sog. Tannenbaumphänomen und andere Hinweise für schon durchgemachte Knochenbrüche und Schmerzen auffallen können.
  • Laboruntersuchungen von Blut und Urin sind bei der postmenopausalen Osteoporose häufig unauffällig und damit von untergeordneter Bedeutung.

Knochendichtemessungen:

  • Knochendichtemessung durch Röntgenuntersuchung
    Die heute bevorzugte Methode zur Osteoporoseabklärung ist die Messung der sog. Knochendichte durch eine Röntgenuntersuchung. Diese Untersuchung wird DXA genannt, hierbei werden bevorzugt die Wirbelsäule, der Oberschenkel oder der Unterarm geröntgt.
  • Knochendichtemessung mittels Ultraschall
    Die Ultraschalluntersuchung (Osteodensitometrie) ist strahlenfrei, dauert nur Minuten und wird bevorzugt am Fersenbein und den Fingern durchgeführt.

Sowohl die Untersuchung per DXA als auch die Ultraschalluntersuchung sind keine Krankenkassenleistung!  Die Kosten werden von den Krankenkassen nur dann übernommen, wenn bereits ein durch Osteoporose bedingter Knochenbruch aufgetreten ist.
    
Was kann ich gegen Osteoporose tun?

Prävention der Osteoporose

  • Regelmäßige Bewegung im Freien und bei Sonnenlicht. Mit Spaziergängen, Schwimmen, Gymnastik oder Radfahren wird die Fähigkeit des Körpers Kalzium in die Knochen einzulagern gefördert und zudem die Muskulatur gekräftigt.
  • Knochenstoffwechselgesundes Ernähren, z.B. durch Verwendung von calciumreichem Mineralwasser und Gemüse wie Broccoli, Fenchel, Grünkohl und Lauch und calciumreichen Früchte wie Himbeeren, Johannisbeeren und Brombeeren, sowie der Zufuhr von Milch und Milchprodukten.
  • Vitamin D reiche Nahrungsmittel wie z.B. spezielle Fischarten (z.b. Lachs, Hering, Makrele und Heilbutt).
  • Ein weitere wichtiger Punkt ist die Reduktion des Alkohol- und Nikotinkonsums.
  • Frauen vor der Menopause sollten täglich 800 –- 1200 mg Kalzium und 600 - – 800 i.E. Vitamin D zu sich nehmen.
  • Nach der Menopause steigt der tägliche Kalziumbedarf auf 1500 mg und der Vitamin D Bedarf auf 1000 i.E an.

Osteoporosetherapie
Liegt eine manifeste Osteoporose vor, ist eine medikamentöse Therapie indiziert. Diese kann durch Verordnung verschiedener Medikamente erfolgen:

  • Calcium
  • Vitamin D
  • Hormonersatztherapie
  • Selektive Östrogenrezeptormodulatoren - sogenannte SERM
  • Bisphosphonaten
  • Calcitonin
  • Fluoriden
  • unter bestimmten Umständen auch Anabolika

Je nach Diagnose werden wir mit Ihnen gemeinsam die richtige Medikation auswählen.