Abstrich, Pap-Test

Jede Frau ab dem 20. Lebensjahr hat einmal im Jahr die Möglichkeit, eine Früherkennung auf Gebärmutterhalskrebs vornehmen zu lassen.

Dazu werden Sie auf den Frauenarztstuhl gebeten. Der Arzt/die Ärztin führt ein sogenanntes "Spekulum" in die Scheide ein, um einen besseren Blick auf den Muttermund zu erhalten. Mit einem  Holz- oder Plastikspatel werden Zellen aus dem Gebärmutterkanal durch sanftes Darüberstreichen entnommen. Ergänzend kann auch eine Bürste verwendet werden, um die Zellen im Gebärmutterhals zuverlässig zu erfassen.

Während der Periodenblutung sollte dieser Pap-Test nicht durchgeführt werden, da das Zellmaterial durch Blutkörperchen verfälscht werden kann.
Unter dem Mikroskop kann der Arzt/die Ärztin teilweise bereits in der Praxis krankhaft veränderte Zellen oder Krankheitserreger (Chlamydien) erkennen.
Bei Verdacht auf eine Infektion kann auch gleichzeitig ein Abstrich aus der Scheide entnommen werden.

Ab dem 35. Lebeensjahr erfolgt alle 3 Jahre eine Ko-Testung (Pap- und HPV-Test).
    
Pap-Test
Die Gewebeproben werden anschließend in einem speziellen Labor dem so genannten Pap-Test unterzogen.

Der Befund ist etwa eine Woche nach der Untersuchung verfügbar. Eine Benachrichtigung erfolgt nur, wenn ein positver Befund vorliegt und weitere Untersuchungen empfehlenswert sind.

Der Test wurde von George Papanicolaou in den USA entwickelt und ist nach ihm benannt. Mit dem Test können entzündliche Veränderungen der Zellen, mögliche Vorstufen von Krebs und Krebszellen entdeckt werden. Abhängig von den Merkmalen der Zellen werden fünf Befundgruppen unterschieden.

Der Pap-Test hat eine Treffsicherheit von 80 bis 90%. Wird er in regelmäßigen Abständen durchgeführt, kann eine krebsartige Veränderung am Gebärmutterhals frühzeitig erkannt werden.

Sollte der Pap-Test auffälligsein, wird die Abstrichuntersuchung nach einigen Monaten wiederholt.

Durch eine frühzeitige Erkennung ist eine dauerhafte Heilung der betroffenen Frauen möglich.